meine sportliche karriere


 Meine sportliche Karriere: 

In meiner Jugend probierte ich viele Sportarten aus. Oftmals wurde ich von den Sichtern der DDR-Sportjugend zu Probetrainings verschiedenster Sportarten eingeladen. Leider gefielen mir die Sportarten die mir da vorgeschlagen wurden, überhaupt nicht. Ich sollte z.B. zum Leistungszentrum für Gewichtheben, athletischen 5-Kampf, Turnen oder Leichtathletik gewonnen werden.

Meine erste Sportart wurde dann nach langem Zögern und guten Leistungen in Spartakiade-Wettkämpfen die Leichtathletik. Lange Zeit trainierte ich im so genannten Trainingszentrum ("TZ Leichtathletik") mit anderen ausgewählten Schülern in den verschiedensten Disziplinen die dieser Sport mit sich bringt. Die Besten der Besten wurden dann zu den Wettkämpfen in der ganzen damaligen DDR herum geschickt um die Spitzenstadt Plauen zu vertreten. Leider war ich auch bedingt durch meine körperliche Unterentwicklung meist nicht mit dabei, was mir dann auch letztendlich die Lust an diesem Sport nahm.

Als Alternative ging ich fortan in diverse Schulsportgruppen zum Tischtennis, Turnen und Volleyball. Dies machte mir riesigen Spaß. Leider wurden so nach und nach diese Schulsportgruppen wieder abgeschafft, zwecks Mangels an Interessenten wie es offiziell hieß

Ich musste mir also eine Alternative suchen um meinem großen sportlichen Betätigungsdrang weiter zu frühnen. Durch meinem Vater wurde mir dann die Kampfsportart Judo näher gebracht, die er selbst über Jahre hinweg erfolgreich betrieb. Anfangs fand ich auch Gefallen an der Sportart, zumal sie mir durch meine geringe Körpergröße und Gewicht stark entgegen kam. Wenig Gegner und wenig Erfolg brachten mir jedoch nach ca. 3 Jahren auch nicht den gewünschten Enthusiasmus um dies als "Meine Sportart" zu bezeichnen.

Still und leise, besuchte ich später ein Fußballtraining der C-Jugend des 1.FC Wacker Plauen. Fußball war und ist meine große Leidenschaft. Leider durfte ich im jungen Kindesalter nie ein Training bei einem Verein besuchen, da meine Eltern dies für keine geeignete Sportart hielten. Durch meine Freunde wurde ich jedoch dazu verleitet mich bei der SG Stahlbau Plauen anzumelden und fortan für deren C-Jugend auf Punktejagd zu gehen. Ich stellte meine Eltern somit einfach vor vollendete Tatsachen. Bis zur B-Jugend spielte ich in der Jugend-Kreisklasse durchaus erfolgreich im Mittelfeld. Wir feierten 2 Meisterschaften und einen 2.Platz. Leider waren wir nicht zum Aufstieg berechtigt, so dass wir immer wieder die Jugend-Kreisliga (12.Mannschaften) mit meist über 100 Toren in der Saison beherschten. Das schönste Ereignis in dieser Zeit war dann das Turnier in Caragona (Spanien), wo wir jedoch sang und klanglos bereits im Achtelfinale gegen meist höher klassige Teams ausschieden.

Im 2.Jahr der B-Jugend wurde ich vom in der Region führenden Verein BSG Motor Wema Aufbau Plauen (später VFC Plauen) in einem Punktspiel gegeneinander mit 3 weiteren Spielern  meines Vereins, zu einem Probetraining im alt ehrwürdigen Vogtlandstadion eingeladen. Da mein Freund ebenfalls zu diesen Verein wechselte, beschloß ich den großen Schritt zu tun um fortan in der Jugend-Bezirksliga für sie zu spielen. Ich muß gestehen, dass dieser Schritt anfangs wohl eine Nummer zu groß gewesen war und ich meist auf der Bank "versauerte". Nach Erreichen 3er Meisterschaften und das abermalige Scheitern in den Aufstiegsspielen zur höhsten deutschen Jugendliga, konnte ich mich erst im 2.A-Jugendjahr etwas besser in Szene setzen. So konnte ich in diesem Jahr 25 der 35 Punktspiele für das Team bestreiten und wurde in den wichtigen Aufstiegsspielen zum besten Spieler gewählt. Leider jedoch verloren wir auch das 4.mal in Folge diese Spiele und ein Aufstieg in der Jugend blieb mir versagt.

Mit gemischten Gefühlen wurde ich nach der Jugend in den Männerbereich der 2.Mannschaft des VFC Plauen gezogen. Auch hier blieb mir das schwere Los eines neuen A-Jugendlichen nicht ersparrt und ich musste lange Zeit auf meine Chance warten. Im 1.Jahr stiegen wir gleich mit riesigen Abstand von der 2. in die 1.Kreisklasse auf und ich konnte in meine 6 Kurzeinsätzen immerhin 3 Tore erzielen. Das 2.Jahr verlief ähnlich. Unsere Mannschaft war für die Klasse einfach zu stark und wir gewannen als Aufsteiger abermals die Meisterschaft mit riesigen Abstand und schafften auch in den Aufstiegsspielen mit 2x 6:0 den Aufstieg in die Bezirksklasse. Im diesem 2.Jahr kam ich auch meist nur auf Kurzeinsätze. 12 mal durfte ich zwischen 10 und 60 Minuten spielen. Nie von Anfang an. Jedoch gelangen mir hier als Stürmer eingesetzt auch immerhin 7 Tore. Nach dem Aufstieg in die Bezirksklasse schien es so, dass ich mich nach starken ersten Spielen in denen ich jedoch auch meist nur 20-30 Minuten spielen durfte, so langsam durchzusetzen vermochte. Ich erhielt einen enormen Leistungsschub und machte in den 8 ersten Spielen 10 Tore in der Bezirksklasse. Im Training vor dem 9.Spieltag passierte es jedoch dann. Ich riß mir das linke Kreuzband. Eine lange Verletzungspause mit Arthroskopie folgte in der der Kreuzbandschaden festgestellt wurde. Ich versuchte mit gerissenen Kreuzband die Serie noch zuende zu spielen. Leider erlitt ich immer wieder Verletzungen im wackeligen Knie, so dass die Kreuzband-OP 1 Jahr später schon längst überfällig war. Nach einem erneuten Jahr Pause, konnte ich dann endlich wieder angreifen. Leider lief aber überhaupt nichts mehr so zusammen wie es mal war. Alles musste von klein auf wieder begonnen werden. Weder Muskulatur, Technik noch Spielverständnis waren mir geblieben. Hart arbeitete ich am Comeback aber ausser ein paar Kurzeinsätze, die nicht den gewünschten Erfolg brachten, frustrierte ich so langsam.

Ich nahm einen Vereinswechsel zum Lokalrivalen 1.FC Wacker Plauen vor. Anfangs war man begeistert mich vom "großen" VFC Plauen zu bekommen und nach den ersten Trainings bestätigten sich die Erwartungen der Trainier des 1.FC Wacker. Schnell wurde ich in der 1.Mannschaft eingesetzt und hatte ein paar gute Spiele. Leider machte mir jedoch immer wieder das wackelige Knie zu schaffen und ich beschloß noch vor Beendigung der ersten Saison meine Karrier aus gesundheitlichen Gründen zu beenden.

Nach 3 Jahren zog ich dann nach Landshut und ich hatte als 25-Jähriger immernoch den Antrieb meine Fußballer-Karriere fortzusetzen. Ich heuerte bei Kreisligisten TSV Altfraunhofen an. Hier benötigte ich wieder ca. 1 Jahr bis ich erneut so fit war um ein Comeback zu wagen. Ich merkte jedoch schnell, dass viele meiner damalig mich auszeichnenden Fähigkeiten wie Durchsetzungsvermögen, Technik und Torinstinkt verloren gegangen waren und ich mir dies auch nur teilweise wieder aneignen konnte. In der 1.Saison spielte ich in der 2.Manschaft somit erst gegen Ende der Spielzeit ganze 4 Einsätze ohne Tor. Im 2.Jahr lief es etwas besser und ich kam auf 11 Einsätze mit 3 Toren. Dann passierte es erneut. Ich hatte mich gerade fest ins Team gespielt und konnte schon behaupten einer der spielbestimmenden Figuren zu sein, da riß in einem meiner besten Spiele auch noch das rechte Kreuzband.

Fortan begann eine lange Überlegungszeit, wie es weiter gehen sollte. Nun im Alter von 27 Jahren habe ich schweren Herzens entgültig mit dem Fußball abgeschlossen auch wenn diese Entscheidung mir mehr als schwer fiel. In meinem gesamten Sportlerleben war ich immer ein Kämpfer der versuchte mit unbedingten Siegeswillen sein Ziel zu erreichen. Das es jedoch diesmal vielleicht besser ist auch mal zurück zu stecken und einfach auf die Signale des Körpers zu hören, das musste ich jetzt schmerzvoll erfahren.

 

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